| Landschaftsarchitektur |
von der Durchzugsstraße zur Begegnungszone
vom sanierungsbedürftigen 80er Design zur modernen Flaniermeile
Die Gestaltung des Marktplatzes in Mattsee Ende der 1980er Jahre war das Ergebnis eines Wettbewerbes (Arch. Helmut Romaner) im Zuge der Dorferneuerung. Das damals gewählte Material (Porphyr) hielt den andauernden Belastungen durch Verkehr und Witterung nicht stand. Die dringend anstehende Sanierung und die Absicht der Gemeinde, den Marktplatz durch die Einrichtung einer Begegnungszone neu zu beleben, gaben den Anstoß zur Erarbeitung eines Gestaltungskonzeptes. Leitidee der Umgestaltung ist die Beibehaltung von ursprünglichen Gestaltungselementen, die sich im gesamten Ortszentrum wiederfinden, wie die Pflasterstreifen eingebettet in Asphalt und die Erhaltung des Porphyrbelages in gering beanspruchten Zonen wie den Fußgängerbereichen. Diese wurden mit einem belastbaren Material (Granitpflaster) kombiniert.
Der Aufenthaltsbereich neben dem ehemaligen Postgebäude wurde großzügig und hell umgestaltet, der Platz öffnet sich nun Richtung Kirche und Schlossstraße. Mit Möblierung und Bepflanzung wurden neue Akzente gesetzt.
Neben den sichtbaren Änderungen wurde das unterirdische Leitungsnetz der Gemeinde (Kanal, Trinkwasser, teilweise Strom) erneuert, ein modernes Beleuchtungskonzept (LED-Laternen) umgesetzt, Strom- und Wasseranschlüsse für Veranstaltungen geschaffen und für E-Ladestationen für Fahrräder und PKW vorgesorgt. Der neue Marktplatz als lebendiges Zentrum steht in neuem, robusterem Kleid den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten offen.